Archiv für August 2013

Persönliches

Mittwoch, 07. August 2013

Manfred Nippe

Vita: Geboren und tätig in Berlin, Jahrgang 1941, verheiratet, 1 Tochter. Mittlere Reife und Höhere Wirtschaftsschule in Berlin. Berufliches: 1961 bis 1966 Sozialversicherungsfachangestellter bei der AOK Berlin, von 1967 bis 1970 Jugendsekretär des Deutschen Turnfestes Berlin 1968 und des Berliner Turnerbundes. Von 1970 bis 2000 Jugendreferent des Landessportbundes Berlin und Hauptamtliches Vorstandsmitglied der Sportjugend Berlin. Danach bis zum Ruhestand 2006 Referent für Sportentwicklung des LSB Berlin. Von 1992 bis 2013 auch Geschäftsführer und Berater der Gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft „Sport für Berlin“. Hobbies: Sport- und Zeitgeschichte, Fotografieren, Lesen, jetzt auch Küche und Garten.

Ehrenamtliche Tätigkeiten: Übungsleiter, Lehrwart, Jugendleiter und Pressewart des TuS Neukölln (1955 – 1975), Vorsitzender der Sportjugend Neukölln (1964 – 1971) und des Bezirksjugendringes Neukölln (1965/1968), Mitglied des Jugendwohlfahrtsausschusses Neukölln (1965 – 1971), Vertreter der Sportjugend im Presseausschuss des Landesjugendringes/Zeitschrift ‚Blickpunkt‘ (1965 – 1970), Vorstandsmitglied der Sportjugend Berlin (1967 – 2000), Fachausschuss Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Sportjugend (1969 – 1978), Schriftleiter der Berliner Turnzeitung (1969 – 1973) und Landespressewart des Berliner Turnerbundes (1973 – 1979), Pressechef der 6. Gymnaestrada Berlin 1975, Vertreter des Sports im Landesjugendhilfeausschuss Berlin (1970 – 2000), Geschäftsführer der Landessportkonferenz Berlin (1974 – 1978), Vorsitzender des Landesjugendringes Berlin (1975/76, 1985/86), Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Sportbeirats beim Landesvorstand der SPD (1976 – 1991), Beauftragter für den deutsch-türkischen Sport- und Jugendaustausch ‚Berlin-Istanbul‘ (1983 – 2000), Wirtschaftsinitiative ‚Impulse der(80er Jahre‘ (1985 – 1989), Gründungsmitglied, Vorsitzender und stellv. Vorsitzender der ‚Werkstatt der Kulturen‘ in Berlin (1985 – 2000), Stellv. Vorsitzender des Vereins zur Förderung des deutsch-türkischen Sportjugendaustausches in Frankfurt/Main (1987 – 1990), Ad-hoc-Kommission der DSJ für die Neuen Bundesländer (1990 – 1994). Seit 2005 Vizepräsident des Forums für Sportgeschichte Berlin und seit 2007 Beauftragter für Sportgeschichte des Landessportbundes Berlin.

Ehrungen: Ehrenurkunde des Bezirksamtes Neukölln (1969) und Paracelsus-Medaille des Bezirksamtes Reinickendorf (1995), Silberne und Goldene Ehrennadel des TuS Neukölln (1973/1990), Silbernes Eichenblatt (1974) und Zeus-Medaille in Gold der Sportjugend Berlin (2000), Ehrennadel des Deutschen Turner-Bundes und der Deutschen Olympischen Gesellschaft (1977/2007), Diskus der Deutschen Sportjugend (1978), Ehrenschild des Türkischen Generalkonsulates (1991), Bundesverdienstkreuz (2007), Silberne Ehrennadel des VfL Berliner Lehrer (2011).

Der lange Weg zum ersten Sportverband der Hauptstadt

Freitag, 02. August 2013

 

Turner auf zum Streite: Der “Berliner Turnrath” – erster Sportverband der Hauptstadt.

Die Errichtung eines pädagogisch betreuten Abendteuerspielplatzes in der Berliner Hasenheide im Jahre 1811 – so würden wir den ersten Turnplatz Deutschlands heute nennen – hätte eigentlich die Geburtsstunde des Vereinssports in Berlin sein können. Leider war die Politik dagegen. Waren die turnerischen Übungen des Lehrers Friedrich Ludwig Jahn mit seinen Schülern von der Plamannschen Erziehungsanstalt zuerst im strengen Preußen willkommen, weil dadurch wehrhafte Soldaten 1813 in den Krieg ziehen konnten, so führte der spätere Massenbetrieb auf dem Turnplatz und der von Jahn mit der Turnkunst verbundene Wunsch nach Einigung der deutschen Stämme zum Verbot sowohl der Turnerschaften als auch der mit ihnen verbundenen aufmüpfigen Burschenschaften und zur Turnsperre von 1819 und 1826 zum Turnverbot.

Schauturnen 1912

Schauturnen des TV Jahn Neukölln auf dem Hertzbergplatz 1912

(mehr …)

Sport ist mehr: Die sozialen Aufgaben des Sports

Freitag, 02. August 2013

 

Das Sport ‚mehr ist als Körperertüchtigung‘ ist, ist eine wissenschaftlich bewiesene und tausendfach beschriebene Binsenweisheit, ja eine Selbstverständlichkeit. Unsere Mediengesellschaft unterschlägt die kulturellen und insbesondere die sozialen Leistungen der Sportvereine nur zu gern und stellt die sportlichen Heroen ins Scheinwerferlicht. Sportvereine sind in erster Linie zum Sporttreiben da, was ja auch nicht falsch ist.  Der Verein als eine von Bürgern freiwillig und überwiegend ehrenamtlich betriebene ‚Sozialstation‘ liegt für Außenstehende weitgehend im Dunkeln. Sozialstation? Da denkt man eher an das Rote Kreuz, die Kirchen und an Wohlfahrtsorganisationen, nicht an den benachbarten Turnverein, die Wassersportgemeinschaft oder den Fußballclub. Von den Mitgliedern der Sportvereine, und das sind in Deutschland Millionen, werden die sozial-kulturellen Leistungen ihrer Vereine dagegen ganz hoch eingeschätzt: Nach der „Finanz- und Strukturanalyse“ des Deutschen Sportbundes ist z.B. die Bedeutung der sozialen Aufgaben der Sportvereine für sie in etwa gleich groß wie die des Wettkampfsports, also des Sporttreibens selbst. Deshalb also die Kampagnen des Deutschen Sportbundes wie z.B. „Sportvereine – für alle ein Gewinn“ und der Aussage ‚Das soziale Netz wird nicht nur die Politik geknüpft’.

(mehr …)