Die Olympischen Spiele 1916 in Berlin fallen dem Weltkrieg zum Opfer.
Das alte „Deutsche Stadion“ wird jetzt im Deutschen Historischen Museum gezeigt.
Im Deutschen Historischen Museum erinnert noch bis 31. Oktober 2027 eine Ausstellungsabteilung an das alte „Deutsche Stadion“ im heutigen Olympiapark. Es wurde für die durch den 1. Weltkrieg ausgefallenen Olympischen Spiele 1916 vom Architekten Otto March auf der früheren Grunewald-Rennbahn errichtet und 1913 durch Wilhelm II eingeweiht. 1934 wurde es durch die Stadionbauten für die Olympischen Spiele 1936 ersetzt.
In Plänen und vielen Fotos wird an die Nutzung des Stadions zur Kaiserzeit und Republik erinnert. Eine Chronologie der Sportveranstaltungen, Sportfeste, Aufmärsche und Kulturellen Events zeigt die Nutzung des ehemals größten europäischen Stadions. Dazu gehört auch ein Foto des „Restaurants Waldhaus“, das von 1916 bis 1918 als Weltkriegslazarett diente. Das spätere Hauptrestaurant der Spiele von 1936 wurde in den achtziger Jahren einschließlich der Terrassen und eines Neubaus zum heutigen Manfred-von-Richthofen Haus als Sitz des Landessportbundes und der Sportjugend ausgebaut.
Aus der Schatzkammer des Museums stammt eine sechseckige Art-déco-Truhe mit einer originalgetreuen Miniatur des Deutschen Stadions als Deckel. Auf den Seitenteilen weisen Intarsien auf Szenen der antiken Körperkultur und des modernen Sports hin. Die von Gustav Baumann (1886-1962) gestaltete repräsentative Truhe befindet sich seit 2022 im Besitz des DHM und wird erstmals ausgestellt.
Die Ausstellung „Objekte.Geschichte.Geschichten. Blick in die Sammlung“ ist täglich von 10 – 18 Uhr im Pei-Bau des Museums zu sehen.
Das „Zeughaus“ Unter-den-Linden ist seit 2022 wegen Baumaßnahmen und Sanierungen geschlossen. Mit der Wieder-Eröffnung kann frühestens 2031 gerechnet werden. Das trifft auch die Dauerausstellung zur Deutschen Geschichte, die neu konzipiert und wegen der langen Schließzeit immer wieder neuen Museumstrends und Erkenntnissen angepasst werden muss. Ähnliches kennen wir vom Sportmuseum Berlin und dessen zukünftigem Ausstellungsquartier in den Tribünen des Maifelds. Hier ist das Eröffnungsjahr 2015 längst überschritten, was ebenfalls das Konzept der Dauerausstellung des Berliner Sports vor ständig neue Anforderungen stellt. Am Maifeld soll in zwei Jahren Eröffnung sein.

