Meine Corona-Chronik für November 2021: Beschlüsse der Regierung für die fünfte Welle – das ist zu spät.

Mittwoch, 01. Dezember 2021

 

Die Teamsportarten kämpfen um ihre Fans. Zwar sind die Zuschauer in den Handball-, Basketball-, Volleyball- und Eishockey-Hallen zurück, aber die Ränge nicht gefüllt und oft leer. Handballmanager Bob Hanning sagt im Interview: „Wir sind noch weit weg vom Normalzustand. Man merkt deutlich, dass die Leute zum Teil den Aufwand noch nicht betreiben wollen und auf der anderen Seite gerade ältere Fans noch spürbar verunsichert sind“. Die Bundesligen sehen bei andauernder Nicht-Auslastung ihrer Tribünen und Ränge ihre finanziellen Ressourcen gefährdet, auch wenn derzeit noch staatliche Hilfen fließen. Ein verändertes Konsumverhalten nach der Pandemie wäre verheerend, ein Zurückholen der Fans wichtigste Aufgabe der Vereine und Ligen.

Berliner Zeitung vom 3. November 2021

 

Felix Lill berichtet über die Corona-Lage in Japan, die während der Olympischen Spiele alle Rekorde brach und nun plötzlich kaum noch spürbar ist. Die Bevölkerung hat sich inzwischen ohne Pflicht impfen lassen, was zu beeindruckend niedrigen Inzidenzzahlen geführt hat. So ist eine große Corona-Müdigkeit bei der Bevölkerung einhergehend mit öffentlicher Skepsis an Einschränkungen der Regierung eingetreten. Lockerungen werden kommen, wird Japan damit zum Vorbild?

Frankfurter Rundschau vom 8. November 2021

 

Beim Blick nach Deutschland „überraschen“ rapide steigende Inzidenzzahlen. So fragt Christoph Becker nicht ohne Grund „wann kommt die Impfpflicht für die Profis“? Die ersten Coronafälle in der Fußball-Bundesliga werden bekannt und allgemein wird die Abschaffung der kostenlosen Tests durch die Politik als folgenschwerer Irrtum kritisiert. Eine Impfpflicht wird damit für jene, die mit dem Sport ihr Geld verdienen, immer wahrscheinlicher.

Frankfurter Allgemeine vom 9. November 2021

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Meine Corona-Chronik für Oktober 2021: Die Sportvereine haben die Kraft, zu kitten, was die Pandemie auseinanderreißt.

Dienstag, 02. November 2021

 

 

Die Olympischen Spiele von Tokio sind durch die Pandemie als „die leisen Spiele“ in die Sportgeschichte eingegangen. Viele Journalisten haben sie im Vorfeld als „steril“ bezeichnet, was Anno Hecker, der Sportchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, so nicht unterschreibt. Im Interview mit Frank Schneller vom Verband Deutscher Sportjournalisten nimmt er zur fehlenden Interaktion zwischen Publikum und Sportlern Stellung. „Natürlich wünschen wir uns die. Denken Sie an die Leichtathletik – das Klatschen beim Anlauf des Weitspringers. Aber daraus zu schließen, dass in Tokio keine Stimmung herrschte, greift zu kurz. Es geht durchaus auch um die Stimmung untereinander – und die habe ich in Tokio besonders intensiv erlebt. Steril war das gar nicht“. Basis für guten Sportjournalismus ist für in die Nähe und die dazu notwendige Qualität der Recherche. Hecker: „Das Fernsehbild ist gut und wichtig. Aber der Zuschauer zuhause am Bildschirm kann nicht riechen oder schmecken, Vibrationen spüren. Selbst das Hören ist nicht eins zu eins mit dem Live-Erlebnis zu vergleichen. Diese Nähe ist wichtig“.

Sportjournalist Nr. 5 vom 4. Oktober 2021

 

In Berlin ist am 4. Oktober die Maskenpflicht an den Grundschulen gefallen. Eine viel diskutierte Entscheidung, die vom RKI-Präsidenten und mehreren Virologen als verfrüht kritisiert wird.

Tagesschau vom 5. Oktober 2021

 

Auch in Berlin dürfen Fitness- oder Tanzstudios sowie ähnliche Indoor-Einrichtungen mit Hygienevorschriften öffnen. Es gelten das 2G- oder 3G-Modell. Bei 3G müssen Mindestabstände, pro Quadratmeter nur eine Person, bei bewegungsintensiven Sportarten pro 10 Quadratmeter beachtet werden. Außerhalb der Sportausübung müssen medizinische Masken getragen werden, hinzu kommen Lüftungsauflagen und eine Kontakt-Nachverfolgung. Kinder bis zu 14 Jahren können ohne Test in festen Gruppen bis zu 20 Teilnehmern trainieren. Bei der 2G-Regelung – Geimpfte und Genesene – entfallen ein Teil der Auflagen. So können Kinder unter 12 Jahren ohne Impfung trainieren, müssen aber einen negativen Test vorweisen. Für den Vereinssport ein sich täglich änderndes und verwirrendes Ärgernis.

rbb24 vom 6. Oktober 2021

 

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Meine Corona-Chronik für September 2021: Demaskierung der Politik – die Kinder wurden vergessen.

Montag, 04. Oktober 2021

 

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) geht mit gutem Beispiel voran: Sowohl für die Amateure als auch die Profis startet er eine große Corona-Impfkampagne. Bundestrainer Hansi Flick „Nur im Team können wir die Corona-Pandemie überstehen – indem jeder für sich und seine Mitmenschen Verantwortung übernimmt. Impfen ist unser sicherster und schnellster Weg zurück zur Normalität. Lasst ihn uns alle gemeinsam gehen“. Die DFB-Kampagne beginnt anlässlich der WM-Qualifikationsspiele der Männer und Frauen und wird mit den übrigen Heimländerspielen der Männer, der Frauen und der U 21 bis zum Jahresende fortgeführt. Zum Einsatz kommen vor allem Impfbusse. Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg spricht die Hoffnung aus, „dass unser Leben bald wieder so ist wie vor der Pandemie, mit gemeinsamen Begegnungen und Nähe in einer unbeschwerten Atmosphäre“. Motto der Impfkampagne „Schiri, ich hab‘ schon gelb“.

Süddeutsche Zeitung vom 2. September 2021

 

Mit einem Aufruf an die Mitgliedsorganisationen des Deutschen Olympischen Sportbundes unterstützt die Deutsche Sportjugend die deutschlandweite Aktionswoche der Bundesregierung „#HierWirdGeimpft“. Innerhalb der Strukturen des Vereinssports bestehen gute Möglichkeiten über die sozialen Medien und als Teil der Vereinsauftritte Impfaktionen kommunikativ zu verbreiten und eigene, niedrigschwellige Impfangebote der Sportvereine zu machen. Ziel muss es sein, dass der Sport in Deutschland nicht wieder zum Erliegen kommt.

Deutsche Sportjugend vom 9. September 2021

 

In den letzten Wochen wurde verstärkt die Folgen von Corona bei Kindern und Jugendlichen in den Fokus der Pandemie-Berichterstattung genommen. Der Vorstand der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) fordert jetzt vom Bundestag die Einrichtung einer Enquete-Kommission. Anlass ist die Auswertung unterschiedlichster ärztlicher Studien, die alle bisherigen Befürchtungen bestätigt. Neben Essstörungen und Übergewicht bei Jugendlichen weist der DAK-Report auch auf eine verstärkte Spielsucht im Internet durch geschlossene Schulen und einen deutlichen Anstieg bei Diabetes Typ-1 hin. So soll nach der Bundestagswahl eine Enquete-Kommission die Auswirkungen von Corona analysieren und langfristige Konzepte entwickeln. Handlungsbedarf sieht auch Hans-Iko Huppertz von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin: „Deutschland hat während der Pandemie in den letzten anderthalb Jahren seine Kinder vernachlässigt und bei den Familien zum Teil bleibende überwiegend psychosoziale Schäden hinterlassen“.

Tagesspiegel vom 9. September 2021

 

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Forum verleiht Horst-Milde-Award an Prof. Dr. Alexander Weber

Mittwoch, 22. September 2021

 

Mit einer Pressemitteilung über die Verleihung des Horst-Milde-Awards 2021 wendet sich das Forum für Sportgeschichte, der Fördererverein für das Sportmuseum Berlin, an die Öffentlichkeit. 

Der „Laufprofessor“ wurde am 18. September in Berlin für seine Lebensleistung geehrt

 

Der Pädagoge und Diplom-Psychologe Prof. Dr. Alexander Weber (Bad Lippspringe) wurde im Vorfeld zum diesjährigen Berlin-Marathon mit dem Horst-Milde-Award ausgezeichnet. Damit wird die Lebensleistung insbesondere für die Entwicklung des therapeutischen Laufens des emeritierten Hochschullehrers der Universität Paderborn gewürdigt. Weber gegründete im Jahre 1988 in Bad Lippspringe das Deutsche Lauftherapiezentrum (DLZ) und war bis vor kurzem dessen Vorstandsvorsitzender und Leiter. Mit seinen wissenschaftlich begleiteten Laufkursen legte er bereits in den frühen 1980er Jahren den Grundstein für die Konzeption und Ziele der Lauftherapie. Das DLZ in Bad Lippspringe als Aus- und Weiterbildungseinrichtung mit Zertifizierung sucht national und international bis heute seinesgleichen.

Der Horst-Milde-Award wurde anlässlich des 75. Geburtstages von Horst Milde, dem heute 82-jährigen Begründer und langjährigen Direktor des Berlin-Marathons, als Ehrenpreis ins Leben gerufen, um damit andere Persönlichkeiten auszuzeichnen, die sich ähnlich wie Milde für die Laufbewegung in Deutschland verdient gemacht haben. Vorherige Preisträger waren Werner Sonntag (Ostfildern bei Stuttgart), Manfred Steffny (Düsseldorf) und Dr. Hans-Georg Kremer (Jena).

Der Horst-Milde-Award wird vergeben vom Forum für Sportgeschichte, dem Fördererverein für das Sportmuseum Berlin. Zur vierköpfigen Jury gehören neben dem Namensgeber Horst Milde u.a. der Sportjournalist Michael Reinsch von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Jury mit dem Preisträger (v.l.n.r. Michael Reinsch, Prof. Dr. Detlef Kuhlmann, Prof. Dr. Alexander Weber, Horst Milde, Gerd Steins (Fotos: Manfred Nippe).

 

In seiner Laudatio würdigte Jurymitglied Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (Leibniz Universität Hannover) Alexander Weber als einen „wissenschaftlichen Vordenker und praktischen Vorläufer für die Laufbewegung“, weiter heißt es u.a.: „Alexander Weber präsentiert uns das Laufen als ein starkes Stück Lebenshilfe. Er hat einst den Weg freigemacht, das Laufen neu zu denken – auch über eine wettkampfmäßige Ausübung hinaus.“

Zu den ersten Gratulantinnen in Berlin gehörte Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, die Vizepräsidentin für Bildung und Olympische Erziehung des Deutschen Olympischen Sportbundes: „Mit seinem therapeutischen Ansatz hat Alexander Weber dem ‚Laufen für alle‘ einen Weg in unseren Alltag bereitet. So hat er über seine Ausbildungskonzepte unzählige Menschen an das gesundheitsorientierte Laufen herangeführt“.

Martina Behrendt im Ruhestand

Mittwoch, 22. September 2021

Das Forum für Sportgeschichte, die Hollstein-Stiftung, German Road Races und der Marathon-Weltverband AIMS verabschieden sich sehr herzlich von Martina Behrendt. Sie ist seit August als Leiterin des Sportmuseums Berlin im Ruhestand. Es gebührt ihr Dank und Anerkennung für partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Sportorganisationen.

Sie hat das Sportmuseum mit außerordentlich hoher sozialer und fachlicher Kompetenz über 30 Jahre geführt und das große Bauprojekt am Maifeld trotz vieler Hindernisse auf den Weg gebracht.

Aus „Sport in Berlin“, Ausgabe 05/2021.

(s.a. Sportmuseum-Berlin@t-online.de)

Sportgeschichte(n) aus „Sport in Berlin“

Mittwoch, 22. September 2021

Vor 65 Jahren

Die Delegierten der SVB-Mitgliederversammlung wehren sich gegen die Umwandlung von zwei Sportplätzen in Kohlenplätze und eine Erhöhung der Sportstättennutzungsgebühren um das Fünffache durch das Bezirksamt Spandau. Außerdem wird ein Antrag des Senats an den Bund unterstützt, die bei Sportveranstaltungen eingenommenen Ostgeldbeträge 1:1 umzutauschen (27.9.56).

 

Vor 50 Jahren

In Berlin findet auf dem Gelände der Pädagogischen Hochschule und in mehreren Sportstätten die Bundesauswahl für das „Olympische Jugendlager“ München 1972 statt. Zum Programm der Deutschen Sportjugend und der Sportjugend Berlin gehören auch ein Fußballspiel in der Jugendstrafanstalt Plötzensee und als Premiere ein Umweltfestival „Sport 1980“ mit Siegerehrung durch den DSB-Präsidenten Dr. Wilhelm Kregel im Olympiastadion. Die Läufer(innen) starten wegen Smog-Alarms mit Gasmasken, während aus der olympischen Flammenschale schwarzer Rauch aufsteigt und das weiße Kostüm der Jugendsenatorin Ilse Reichel mit Rußpartikeln übersät (1.-8.8.71).

 

Vor 35 Jahren

An der Wullenweberwiese in Tiergarten wird das Sport- und Freizeitzentrum des TSV GutsMuths eröffnet. Zum Bau weiterer Zentren freizeitsportorientierter Großvereine kommt es wegen Finanzmangels nicht mehr (1.9.86).

 

Vor 30 Jahren  

Die Sportschule des LSB Berlin und der Landesausschuss Frauensport beginnen mit der Ausbildung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern für den Rehabilitationssport (1.9.91).

 

Vor 25 Jahren

Bei den Olympischen Spielen in Atlanta erringen Berliner Athletinnen und Athleten 7 Gold-, 7 Silber- und 6 Bronzemedaillen. Die Teilnehmer(innen) der Paralympics kehren mit 9-mal Gold, 4-mal Silber und 5-mal Bronze zurück (15.-25.8.96).

 

Vor 20 Jahren

Der Landessportbund und die „Sport für Berlin gGmbH“ beginnen in der LSB-Sportschule mit Unterstützung der Sportvereine und Mitgliedsverbände die dreijährige Ausbildung für das neue Berufsbild des „Sport- und Fitnesskaufmanns“ Annähernd 100 Männer und Frauen werden in den nächsten Jahren diese nachgefragte Berufsausbildung erfolgreich abschließen (3.9.01).

 

Erstveröffentlichung

in „Sport in Berlin“ – 05/2021

Meine-Corona Chronik für August 2021: Vierte Welle – kein Lockdown für Geimpfte.

Montag, 13. September 2021

 

Zunehmend beschäftigt sich die Medizin mit den gefährlichen Langzeitfolgen von Covid-19 für Genesene. Das hat auch Auswirkungen auf den Sport: Die Forschung schätzt, dass alleine in Deutschland mindestens 500 Sportlerinnen und Sportler an Long Covid leiden. Symptome wie Muskelschwäche und ein erhöhter Ruhepuls können den Anschluss an die Weltspitze und damit die weitere Sportkarriere für sie unmöglich machen.

ARD-Sportschau vom 1. August 2021

 

Die Beschwerden von positiv auf Corona getesteten Athletinnen und Athleten in Tokio werden lauter und die praktizierten Bedingungen der Quarantäne sind fragwürdig. Die taz schreibt von einem „Hotel des Schreckens“ und meint das Nice Hotel in Tokio, ein hässlicher Kasten im Zentrum der Stadt. Positiv getestete Olympia-Teilnehmer(innen) müssen sich 10 bis 14 Tage in totaler Isolation aufhalten. Das OK meldet Anfang der Woche 450.000 Tests, davon O,01 Prozent mit positivem Ergebnis. Damit dürfte ein Gutteil der insgesamt 264 Positiven mit einem falsch-positiven Ergebnis zu Unrecht in Quarantäne sitzen.

taz vom 2. August 2021

 

Prof. Dr. Detlef Kuhlmann kommentiert die Auswirkungen von Corona auf den Schulsport und zitiert einen längeren Beitrag in der FAZ mit dem Titel „Schulsport fällt aus“ zum Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“: „Der Wettkampf wird den Schülern immer fremder. Die Vereine erleben eine Austrittswelle von Kindern und Jugendlichen. Was können ihnen die Olympischen Spiele noch sagen?“ Das bedeutet für ihn nicht das Ende des größten Schulsportwettbewerbs der Welt, der seit 2020 pandemiebedingt ausfallen musste. Ganz im Gegenteil, die Schulsportstiftungen hat längst mit der KMK und den Sportverbänden den Wettbewerb modernisiert und einen neuen alternativen Wettbewerb ins Leben gerufen. Die sogenannte „Schulsport-Stafette“ öffnet den Bundeswettbewerb und führt z.B. eine Aktionswoche an den Schulen ein. Der offizielle Start findet am 9. August in Berlin statt. Damit kommt es auch bei „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ zum Neubeginn, ganz im Sinne der DOSB-Kampagne „Comeback der Bewegung“ für den Vereinssport.

DOSB-Presse vom 3. August 2021

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Vor 100 Jahren: Die heutigen „Stadion-Terrassen“ des LSB Berlin werden 1914 Reservelazarett.

Mittwoch, 08. September 2021

Ersatz für den gecrashten Beitrag von 2014

 

Das weltweite Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 erinnert uns auch an ein Kapitel der Sportgeschichte, das mit dem heutigen ‚Haus des Sports‘ am Olympiastadion unmittelbar zu tun hat:

Die „Stadion-Terrassen“ waren von 1914 bis 1918 Reservelazarett für 550 Verwundete.

Der Sitz des Landessportbundes (LSB Berlin) entstand 1909 unter dem Namen „Waldhaus“ als Hauptrestaurant der bis nach Ruhleben reichenden „Grunewald-Rennbahn“ des traditionsreichen Union-Clubs. Seit 2019 trägt er den Namen „Manfred-von-Richthofen Haus“.

 

Rennbahnrestaurant „Waldhaus“ als Reservelazarett (LSB-Archiv/Kees Tazelaar)

 

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Daten zur Berliner Sportgeschichte – Teil I von 1334 bis 1899

Freitag, 27. August 2021

Ersatz für den gecrashten Beitrag von 2011

 

Königskette der Schützengilde Spandau Korporation 1334
(Foto: Kunstamt Spandau/Rau 1985)

 

1334

Sportschießen: Gründung der Schützengilde zu Spandau.

1335

Sportkegeln: Die Stadt Berlin erlässt eine Verordnung, nach der „höchstens um 5 Schillinge gekegelt werden dürfte“.

1351

Sportstätten: Das Tempelhofer Feld, die spätere Geburtsstätte des Volks- und Breitensports, kommt anlässlich des von Markgraf Ludwig zwischen Berlin und Cölln geschlossenen Friedens in öffentlichen Besitz.

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Vor 60 Jahren: Meine Erinnerungen an den Mauerbau am 13. August 1961.

Freitag, 13. August 2021

 

Der Mauerbau am 13. August 1961 ist mir in bleibender Erinnerung: Nicht nur, dass unsere Familien auf Jahrzehnte getrennt wurden, sondern das auch der Berliner Sport im ausbrechenden „Kalten Krieg“ immer mehr Schaden nahm und viele Freundschaften vergiftet wurden.

Am Tag selbst war ich im Sommerbad meines Vereins am Neuköllner Schifffahrtskanal, Sport treiben, Erholung und Faustballspielen auf dem „Platz an der Sonne“ waren angesagt. Ein Turnfreund brachte mehrere Extrablätter der „Berliner Morgenpost“ mit, eines habe ich aufgehoben, genauso wie jenes des „Tagesspiegels“ vom plötzlichen Mauerfall. Einen Tag später, am Montag, dem 14. August 1961, war ich dabei, als die mit Maschinenpistolen bewaffneten Grenzer die Mauersteine hinter dem Sportplatz Maybachufer aufschichten ließen und ich meine Arme wegnehmen musste, weil die „Bauarbeiter der DDR“, so Walter Ulbricht, die nächste Schicht mauerten. Einer dieser Steine liegt in meinem Keller, ich habe ihn 28 Jahre später mitgenommen.

Quelle: BM für Gesamtdeutsche Fragen.

 

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