Der Anschluss der völkischen Turnvereine an die Deutsche Turnerschaft 1933.

Dienstag, 01. Juni 2021

Vor 130 Jahren gab es den ersten Arierparagraphen im Vereinssport.

( Ersatz für den gehackten Beitrag vom 19. August 2017 )

Eigentlich war das Wort „völkisch“ in den letzten Jahrzehnten aus unserem Sprachgebrauch so gut wie verschwunden. Jetzt begegnet man ihm täglich. In Verbindung mit den Flüchtlingsströmen und der Angst vor ‚Fremden‘ wird es in die Schlagzeilen der Zeitungen und Meldungen gespült. Wieder in Verbindung mit Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus wie schon vor mehr als 150 Jahren. Wir wissen nicht, wie es in Osteuropa, in Österreich und Frankreich, ja auch in Deutschland, weitergeht. Jedenfalls nehmen Rassismus und Fremdenhass inzwischen Einfluss auf die Innenpolitik und das Zusammenleben und Miteinander von Menschen in Europa. Das geht auch nicht am Sport vorbei.

Seit dem Wegbrechen der „Sportgeschichte“ an unseren Universitäten sind es Einzelkämpfer, Historiker, Journalisten und Antisemitismusforscher, denen es gelingt, die Zeitgeschichte des Sports der Öffentlichkeit zu vermitteln. Zum Beispiel im Zusammenhang mit Sportevents wie Olympischen Spielen oder den Maccabi Games. Es gibt aber auch Laien, einfach nur Sportbegeisterte, die in „Geschichts-Arbeitskreisen“ Licht in das Dunkel ihrer Sportarten und Sportvereine bringen wollen. Ehrenamtlich und aus Passion. Sie forschen in alten Mitgliederlisten, in Vereinsregistern der Amtsgerichte und in den nur selten noch vorhandenen Vereinszeitungen, was zum Beispiel 1933 mit ihren jüdischen Vereinskameraden passierte, wer Opfer und – oft im vorauseilenden Gehorsam – Täter war. Sie brechen das Schweigen und Verschweigen der Vorkriegsgeneration.

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Meine Corona-Chronik für April 2021: Stillstand, Selbstbestimmung oder Prinzip Hoffnung?

Montag, 03. Mai 2021

 

Die verschärften Corona-Beschlüsse des Senats sorgen für Unsicherheit in der Bevölkerung. Abgesagte Impftermine, ausbleibende Impfstofflieferungen, Probleme bei den Teststellen zeigen Widersprüche und behördliches Chaos in der Politik. Demgegenüber eine hervorragende Organisation und kundenfreundliche Nähe bei den von den Wohlfahrtsorganisationen betriebenen und vom Ehrenamt unterstützten Impfzentren, die Gegensätze könnten kaum größer sein. Auch der Landessportbund Berlin gibt seinen Mitgliedsorganisationen und Sportvereinen die Gelegenheit, kostenlose Selbst-Tests einzusetzen und zu vereinbarten Terminen im Manfred-von-Richthofen Haus abzuholen.

Stand am 1. April 2021

Dass die Corona-Auswirkungen für die Motivation und Psyche der bisher Sporttreibenden erhebliche Bedeutung haben, bestätigen mehrere Studien der Medizin und Sportwissenschaft. Prof. Ralf Brand von der Universität Potsdam äußert sich wie folgt: „Es geht um Wohlfühlen, soziales Miteinander und persönliche Entwicklung. Denjenigen, die es genießen, mit anderen Menschen aktiv zu sein, sei alles empfohlen, was sich an der frischen Luft und mit ausreichend Sicherheitsabstand zueinander tun lässt. Wandern, Radfahren, Frisbee, Federball – der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.“ Der Sportpsychologe würde es begrüßen, wenn Sport-Lehrkräfte in regionale Entscheidungen über Kontaktbeschränkungen im Freien einbezogen würden. Für Professor Brand ist die Freude an der Bewegung ausschlaggebend: „Wenn ich mich regelmäßig bewege, mir zum Beispiel eine bestimmte Routine aufbaue, dann führe ich das auch fort und suche mir in einer Ausnahmesituation wie der Pandemie Alternativen, die ich fortführen kann.“

Forschung & Lehre vom 6. April 2021

 

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Meine Corona-Chronik für März 2021: Das Leben hat sich verändert.

Freitag, 02. April 2021

 

Ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie und dem ersten Corona-Patienten haben sich in unserer Stadt nachweislich 129.599 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. 2.825 sind bislang an Covid-19 gestorben. 5.235 Menschen sind aktuell in Berlin mit dem Virus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 66,3.

Berliner Morgenpost vom 2. März 2021

 

In einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten-Konferenz hat der organisierte Sport in Deutschland Öffnungen für den Vereinssport und seine 28 Millionen Mitglieder gefordert. Er bezieht sich dabei auch auf die jüngste Corona- und Psyche-Studie (COPSY) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Sport im Verein ist die wichtige Basis für das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Gesundheit ist sozusagen der „Identitätsanker“ des Sports; die Sportvereine nehmen dabei die Rolle einer gesundheitsfördernden Lebenswelt ein. Die Hamburger Studie zeigt in ihren Grundzügen u.a. auf, dass sich 71 Prozent der Kinder und Jugendlichen durch die Kontaktbeschränkungen psychisch belastet fühlen. Das Risiko für psychische Auffälligkeiten stieg von rund 18 Prozent auf 30 Prozent, das ist eine schlagartige Veränderung durch die Corona-Pandemie.

DOSB vom 2. März 2021

 

Auch Aktivisten aus dem Berliner Amateursport fordern die „sofortige Öffnung des Vereinssports im Freien“, so Gabriel Straub. Der 46-Jährige sammelt mit zwei Unterstützern im Internet Stimmen für eine Petition an das Abgeordnetenhaus. Der Lockdown führt dazu, dass „Vereine kollabieren und jahrelange Aufbauarbeit zerstört wird“, so der aus dem Hockey kommende Straub. Die Petition läuft bis zum 22. April, wenn 11.000 Stimmen erreicht sind, müsste das Abgeordnetenhaus eine Stellungnahme abgeben. Die ersten eintausend Stimmen sind auf der Plattform „openPetition“ bereits vorhanden.

Tagesspiegel vom 2. März 2021

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Vor 70 Jahren: Die Vereine sind draußen – Entscheidung für einen “Verband der Verbände”

Montag, 29. März 2021

Der Sportverband Groß-Berlin (SVB) wurde am 29. Oktober 1949 als „Verband der Vereine“ gegründet. 173 Vereine waren in den drei Westsektoren Berlins von den Alliierten lizensiert worden. Der sich anbahnende Ost-West-Konflikt und die Blockade Berlins hatten ihren Wunsch beflügelt, sich zu einem unabhängigen, demokratisch aufgebauten Dachverband im Westteils Berlins zusammenzuschließen und der Werbung zum Beitritt in den im Ostteil gegründeten Sportausschuss Groß-Berlin zu widerstehen. Im Gegensatz zum Ostteil der Stadt – dort sollte der Sport nach sowjetischen Vorbild ohne bürgerliche Vereine über die Betriebe und Massenorganisationen gebildet werden – waren im Westteil die Vereine nach dem für den Deutschen Sportbund vorgesehenen „Einheitsprinzip“ entstanden, also ohne die vor 1933 übliche Aufteilung in bürgerliche, sozialistische (Arbeitersport) oder konfessionelle Dachverbände.

In Berlin war man dabei, nach Beendigung des Kommunalsports die bisherigen Spartenleitungen der Sportarten in Fachverbände zu überführen. Das war bei Gründung des Sportverbandes noch nicht abgeschlossen und sollte sich als großes Hindernis für den „Verband der Vereine“ herausstellen. So beteiligte sich die Fußballsparte auch nach Gründung des Verbandes Berliner Ballspielvereine erstmal nicht an der Arbeit des Sportverbandes. Der Sportverband Berlin lud ab 1950 die lizensierten Sportverbände zu „Erweiterten Vorstandssitzungen“ ein, was deren Selbstverständnis keinesfalls entsprach und Unwillen am Dachverband hervorrief. Gerhard Schlegel, der 1. Vorsitzende des Sportverbandes, nahm diese Kritik der Verbände zur Kenntnis und stellte in seiner Neujahrsansprache im Rundfunk „eine gewisse Unruhe über die Neuformung des Verbandes“ fest.

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Meine Corona-Chronik für Februar 2021: Wie lange noch?

Dienstag, 02. März 2021

 

 

Der neue Präsident des Deutschen Tennis-Bundes, Dietloff von Arnim, fordert in der Corona-Krise einen veränderten Auftritt des Tennissports. „Wir müssen deutlicher herausstellen, dass Tennis ein Individualsport ist. Und als solcher muss er differenzierter betrachtet werden – anders als Mannschaftssport oder Kontaktsport. Wenn ich gerade eine Firmenveranstaltung mit 60 Leuten auf 700 Quadratmetern durchführen durfte, ist nicht nachzuvollziehen, warum zum Beispiel auf einem Tennisplatz von 600 Quadratmetern nicht zwei Leute, teilweise sogar aus demselben Haushalt, spielen dürfen. Tennis ist Teil der Lösung und nicht des Problems.“

FAZ vom 3. Februar 2021

 

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Mein Corona-Tagebuch für Januar 2021: Noch kein Land in Sicht.

Sonntag, 31. Januar 2021

Die Vierschanzentournee hat im Corona-Winter ein besonderes Potenzial. Die Fernsehquoten zeigen es: Der Auftakt in Oberstdorf ist nicht nur für Karl Geiger ein Erfolg gewesen, sondern auch für die übertragenden Sender: 5,43 Millionen Zuschauer im ZDF, Marktanteil 25,4 Prozent, bei Eurosport im Schnitt 350.000 Zuschauer, Marktanteil 1,6 Prozent – eine leichte Steigerung zum Vorjahr. Traditionell liegen die Zahlen beim Neujahrsspringen sogar noch höher – und klettern dann weiter, wenn es Richtung Innsbruck und Bischofshofen geht. Die Vermutung liegt daher nahe, dass die Vierschanzentournee in diesem Corona-Winter, wo das Motto für alle (bis auf die Schanzenprofis) „Zu Hause bleiben“ heißt, eine besonders wichtige Unterhaltungsfunktion übernimmt.

Berliner Zeitung vom 2. Januar 2021

 

Die Bundesliga im Handball unterbricht derzeit ihren Spielbetrieb für die Weltmeisterschaft, die vom 13. bis 31. Januar 2021 in Ägypten stattfindet. Der Aufsichtsratschef des Bundesligisten HS Erlangen, Carsten Bissel, sagt dazu: „Die angebliche Blase in Kairo ist ein Witz. Man hat das Gefühl, dass die Veranstalter gar nicht an einem echten Hygienekonzept interessiert sind. Sie werden sogar Zuschauer zulassen, welch ein Wahnsinn.“ Bissel weiter: „Mein Wunsch wäre, dass die Bundesliga einheitlich sagt, wir gehen das Risiko nicht ein und stellen keine Spieler ab. Alle müssten mitmachen, damit es keine Konkurrenzsituation und keinen spezifischen Ärger für einen Verein gibt. Aber das bekommen wir nicht hin.“ Problematisch sei, dass Funktionäre sich ein einem Interessenkonflikt wegen Ämtern bei der Liga und im Deutschen Handballbund sowie „möglicherweise bald auch im internationalen Handballverband“ befinden würden.

Süddeutsche Zeitung vom 4. Januar 2021

 

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Mein Corona-Tagebuch für Dezember 2020: Ein kalter und stiller Winter für den Sport – Markt und Straßen sind verlassen.

Samstag, 09. Januar 2021

 

 

Zitat aus der Berliner Landesverfassung zum Abschnitt „Grundrechte“ zum Monatsbeginn: „Sport ist ein förderungs- und schützenswerter Teil des Lebens. Die Teilnahme am Sport ist den Angehörigen aller Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen“.

Artikel 32 der Berliner Verfassung

 

Der deutsche Sport war nicht ausreichend auf die Folgen der Corona-Pandemie vorbereitet. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie „Sports Survey 2020“ des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PcW). 37 Prozent der befragten Entscheider bezeichneten die Vorkehrungen der Sportlandschaft in Deutschland im Vergleich zu anderen Bereichen als „unterdurchschnittlich“, 32 Prozent gar als sehr schlecht. Insgesamt waren 780 Entscheider aus mehr als 50 Ländern Teil der Untersuchung, 56 davon für den deutschen Markt.

SID vom 2. Dezember 2020

 

Der Lockdown wird in Deutschland bis zum 10. Januar 2021 verlängert. Darauf haben sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder am 2. Dezember verständigt. Angela Merkel: „Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“. Weiter erklärte sie, dass Deutschland in der Corona-Pandemie noch „sehr weit entfernt“ von Zielwerten sei und eine sehr hohe Zahl von Todesopfern zu beklagen habe.

Berliner Morgenpost vom 3. Dezember 2020

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Vor 30 Jahren: Der Staatsakt in der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990.

Sonntag, 06. Dezember 2020

SPORTGESCHICHTE(N)

Es war ein bewegender Moment in ihrem Leben, vor Millionen von Fernsehzuschauern in aller Welt und Hunderttausenden auf dem „Platz der Republik“ in der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990 die Bundesflagge vor dem Reichstagsgebäude aufzuziehen. 14 junge Sportlerinnen und Sportler aus dem ehemaligen West- und Ostteil Berlins waren für dieses historische Ereignis von der Sportjugend ausgewählt worden. Zehn Jahre später trafen sie sich auf Einladung des Magazins „Focus“ noch einmal für eine Fotostory in Berlin. Titel der siebenseitigen Reportage „Die Hoffnungsträger“. Die jungen Erwachsenen berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen im wiedervereinten Deutschland und ließen die Tage um den 3. Oktober noch einmal Revue passieren. Viele lebten noch im Umfeld von Berlin, einige hatten Familien gegründet, arbeiteten als Ärzte, Bankberater, Angestellte und Selbstständige. Mehrere sind heute in Ehrenämtern des Sports zu finden.

 

 

 

 

 

 

 

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Mein Corona-Tagebuch für November 2020: Exponentiell – Es kommt ein noch einsamerer Dezember.

Sonntag, 06. Dezember 2020

Prof. Dr. Helmut Digel befasst sich in seinem Blog mit der Zurückhaltung des Sports, auf die Corona-Anordnungen der Regierung und das damit verbundene Sportverbot in der Öffentlichkeit laut und deutlich zu reagieren. Ihm fehlt der Protest, und dazu ruft er auf. In vorderster Linie treffen die Verbote den Breitensport in den Vereinen, den Kinder- und Jugendsport bis hin zur individuellen Sportausübung der Bürger. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in einer Vereinbarung mit dem IOC bestätigt, dass das aktive Sporttreiben das Beste in Pandemiezeiten ist, da die körperlichen Widerstandskräfte des Menschen durch den Sport gestärkt werden. Ein Sportverbot hält er deshalb für einen Skandal und fragt, warum die Sportlehrerverbände und die Eltern nicht gegen die Einstellung des Schulsports protestieren, ebenso die Sportwissenschaft und deren Universitätsinstitute für Sport, die Sportmediziner, Sportjournalisten und die Sportpolitiker in den Parlamenten, wenn gerade der Sport als wichtiger Teil der Alltagskultur und  preiswerte „Medizin“  für die Volksgesundheit und die Bekämpfung der Pandemie durch Verbote stillgelegt wird? Auch Demonstrationen der Sportorganisationen selbst vermisst er. Prof. Digel schließt mit der Aufforderung: „Der organisierte Sport darf kein devoter Untertan einer fragwürdigen Sportpolitik sein. Mit allen in einer Demokratie zur Verfügung stehenden Mitteln hat der organisierte Sport sich gegen das aktuelle Sportverbot zu wehren und zukünftige Verbote zu verhindern. Die vielen Sporttreibenden in unserer Gesellschaft sind es wert, dass man sich für ihre Interessen einsetzt“.

Sport-quergedacht.de vom 2. November 2020

 

Der für den November angekündigte Lockdown-Light trifft den Sport in allen Bereichen und gefährdet ihn existenziell. Dazu DOSB-Pressesprecher Michael Schirp: „Der zweite Lockdown trifft das Fundament der großen und zugleich verletzlichen Gemeinschaft des deutschen Sports ins Mark“.

DOSB vom 3. November 2020

 

Mit einer Videobotschaft wendet sich Jugendsenatorin Sandra Scheeres an die digital stattfindende Vollversammlung der Sportjugend Berlin. Neben dem Dank an die größte Jugendorganisation der Stadt weist sie auf ihre Initiative im Senat hin, abweichend vom Amateursportverbot Kindern bis zu 12 Jahren das gemeinsame Sporttreiben und Training im Freien zu erlauben. Ein Silberstreifen am Coronahimmel und den von der Sportverwaltung verhängten Restriktionen.

Sportjugend Berlin vom 2. November 2020

 

LSB-Präsident Thomas Härtel hat die unterschiedliche regionale Auslegung der ab 2. November gültigen neuen Corona-Regeln kritisiert. „Irritiert sind wir über die abweichenden Regelungen in den Bundesländern. Aber selbst in den Zuständigkeitsbereichen der Berliner Senatsverwaltungen gibt es unterschiedliche Festlegungen bezüglich der Öffnung der Hallen.“ Er begrüßt die Trainingsmöglichkeiten für Bundes- und Landeskader sowie die Zulassung von sportlichen Aktivitäten für Kinder bis zu zwölf Jahren in festen Gruppen im Freien. Für ihn ist es aber nicht nachzuvollziehen, „warum diese Regel nicht gleich für alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen gilt“.

Deutsche Presse Agentur vom 3. November 2020

 

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Mein Corona-Tagebuch für Oktober 2020. Gegenseitig unterstützen und Mut machen!

Sonntag, 08. November 2020

 

LSB-Präsident Thomas Härtel: “Die Wochen werden nun besonders hart. Es wird darauf ankommen, dass wir uns gegenseitig immer wieder unterstützen und Mut machen”.

 

Für den Wintersport haben sich alle Hoffnungen auf eine Rückkehr zur Normalität zerschlagen. Internationale Wettbewerbe und Meisterschaften wurden abgesagt oder verschoben. Die Biathleten sind zu Kompromissen jeglicher Art bereit, weil es um die Lebensgrundlage ihrer Sportart geht. Die für Großveranstaltungen vorgesehenen Corona-Zuschauerzahlen werden durch aktuelle Entwicklungen durchkreuzt, wenn die Austragungsorte plötzlich zu Risikogebieten werden. Auch die Sportarten auf den Eisbahnen und Eiskanälen treffen neue Absagen. Den Eiskunstläufern und Eisschnellläufern droht die Beschäftigungslosigkeit. Es ist vollkommen offen, ob die für die Olympischen Winterspiele in China vorgesehenen Test-Veranstaltungen stattfinden können.

Frankfurter Rundschau vom 1. Oktober 2020

 

Mit der Situation des Schulsports beschäftigen sich Hannes Garten und Vito Su Komaro in einem größeren Beitrag. Probleme gibt es bei Grundschülern, die sich den Hygieneregeln verschließen und immer wieder den im Sport üblichen Körperkontakt suchen. Was passiert in der kalten Jahreszeit, wenn der Draußen-Unterricht nicht mehr möglich ist? Eine passende Antwort auf die Durchsetzung der Coronaregeln stellt Lehrer und Schüler unter Druck und überfordert den Schulsport. Die Angst beginnt schon beim Umziehen, wenn nicht genügen Kabinen für die Klassen bereitstehen und Sichtschutzwände in Hallen aufgestellt werden müssen. Das gilt auch für die Oberschulen. Der Mindestabstand kann beim Sport nicht eingehalten werden, dazu kommt das Auf- und Absetzen der Masken. Wenn dann noch die Desinfektionsregeln nicht eingehalten werden, steigt das Infektionsrisiko. Auch gegenüber den Risikogruppen der Lehrer, Eltern und Großeltern, Schulsport unter Angst – das geht nicht.

Tagesspiegel vom 2. Oktober 2020

 

Der Senat von Berlin handelt: Die Explosion der Coronazahlen in Berlin führt zu drastischen Einschränkungen für die Bevölkerung. Dazu gehören die erstmalige Einführung einer Sperrstunde ab 23 Uhr und ein Alkoholverbot sowie Beschränkungen beim Zusammentreffen von Bürgern drinnen und draußen. Ganz Berlin wird Risikogebiet.

RBB vom 6. Oktober 2020

 

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