Archiv für September 2021

Forum verleiht Horst-Milde-Award an Prof. Dr. Alexander Weber

Mittwoch, 22. September 2021

 

Mit einer Pressemitteilung über die Verleihung des Horst-Milde-Awards 2021 wendet sich das Forum für Sportgeschichte, der Fördererverein für das Sportmuseum Berlin, an die Öffentlichkeit. 

Der „Laufprofessor“ wurde am 18. September in Berlin für seine Lebensleistung geehrt

 

Der Pädagoge und Diplom-Psychologe Prof. Dr. Alexander Weber (Bad Lippspringe) wurde im Vorfeld zum diesjährigen Berlin-Marathon mit dem Horst-Milde-Award ausgezeichnet. Damit wird die Lebensleistung insbesondere für die Entwicklung des therapeutischen Laufens des emeritierten Hochschullehrers der Universität Paderborn gewürdigt. Weber gegründete im Jahre 1988 in Bad Lippspringe das Deutsche Lauftherapiezentrum (DLZ) und war bis vor kurzem dessen Vorstandsvorsitzender und Leiter. Mit seinen wissenschaftlich begleiteten Laufkursen legte er bereits in den frühen 1980er Jahren den Grundstein für die Konzeption und Ziele der Lauftherapie. Das DLZ in Bad Lippspringe als Aus- und Weiterbildungseinrichtung mit Zertifizierung sucht national und international bis heute seinesgleichen.

Der Horst-Milde-Award wurde anlässlich des 75. Geburtstages von Horst Milde, dem heute 82-jährigen Begründer und langjährigen Direktor des Berlin-Marathons, als Ehrenpreis ins Leben gerufen, um damit andere Persönlichkeiten auszuzeichnen, die sich ähnlich wie Milde für die Laufbewegung in Deutschland verdient gemacht haben. Vorherige Preisträger waren Werner Sonntag (Ostfildern bei Stuttgart), Manfred Steffny (Düsseldorf) und Dr. Hans-Georg Kremer (Jena).

Der Horst-Milde-Award wird vergeben vom Forum für Sportgeschichte, dem Fördererverein für das Sportmuseum Berlin. Zur vierköpfigen Jury gehören neben dem Namensgeber Horst Milde u.a. der Sportjournalist Michael Reinsch von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Jury mit dem Preisträger (v.l.n.r. Michael Reinsch, Prof. Dr. Detlef Kuhlmann, Prof. Dr. Alexander Weber, Horst Milde, Gerd Steins (Fotos: Manfred Nippe).

 

In seiner Laudatio würdigte Jurymitglied Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (Leibniz Universität Hannover) Alexander Weber als einen „wissenschaftlichen Vordenker und praktischen Vorläufer für die Laufbewegung“, weiter heißt es u.a.: „Alexander Weber präsentiert uns das Laufen als ein starkes Stück Lebenshilfe. Er hat einst den Weg freigemacht, das Laufen neu zu denken – auch über eine wettkampfmäßige Ausübung hinaus.“

Zu den ersten Gratulantinnen in Berlin gehörte Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, die Vizepräsidentin für Bildung und Olympische Erziehung des Deutschen Olympischen Sportbundes: „Mit seinem therapeutischen Ansatz hat Alexander Weber dem ‚Laufen für alle‘ einen Weg in unseren Alltag bereitet. So hat er über seine Ausbildungskonzepte unzählige Menschen an das gesundheitsorientierte Laufen herangeführt“.

Martina Behrendt im Ruhestand

Mittwoch, 22. September 2021

Das Forum für Sportgeschichte, die Hollstein-Stiftung, German Road Races und der Marathon-Weltverband AIMS verabschieden sich sehr herzlich von Martina Behrendt. Sie ist seit August als Leiterin des Sportmuseums Berlin im Ruhestand. Es gebührt ihr Dank und Anerkennung für partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Sportorganisationen.

Sie hat das Sportmuseum mit außerordentlich hoher sozialer und fachlicher Kompetenz über 30 Jahre geführt und das große Bauprojekt am Maifeld trotz vieler Hindernisse auf den Weg gebracht.

Aus „Sport in Berlin“, Ausgabe 05/2021.

(s.a. Sportmuseum-Berlin@t-online.de)

Sportgeschichte(n) aus „Sport in Berlin“

Mittwoch, 22. September 2021

Vor 65 Jahren

Die Delegierten der SVB-Mitgliederversammlung wehren sich gegen die Umwandlung von zwei Sportplätzen in Kohlenplätze und eine Erhöhung der Sportstättennutzungsgebühren um das Fünffache durch das Bezirksamt Spandau. Außerdem wird ein Antrag des Senats an den Bund unterstützt, die bei Sportveranstaltungen eingenommenen Ostgeldbeträge 1:1 umzutauschen (27.9.56).

 

Vor 50 Jahren

In Berlin findet auf dem Gelände der Pädagogischen Hochschule und in mehreren Sportstätten die Bundesauswahl für das „Olympische Jugendlager“ München 1972 statt. Zum Programm der Deutschen Sportjugend und der Sportjugend Berlin gehören auch ein Fußballspiel in der Jugendstrafanstalt Plötzensee und als Premiere ein Umweltfestival „Sport 1980“ mit Siegerehrung durch den DSB-Präsidenten Dr. Wilhelm Kregel im Olympiastadion. Die Läufer(innen) starten wegen Smog-Alarms mit Gasmasken, während aus der olympischen Flammenschale schwarzer Rauch aufsteigt und das weiße Kostüm der Jugendsenatorin Ilse Reichel mit Rußpartikeln übersät (1.-8.8.71).

 

Vor 35 Jahren

An der Wullenweberwiese in Tiergarten wird das Sport- und Freizeitzentrum des TSV GutsMuths eröffnet. Zum Bau weiterer Zentren freizeitsportorientierter Großvereine kommt es wegen Finanzmangels nicht mehr (1.9.86).

 

Vor 30 Jahren  

Die Sportschule des LSB Berlin und der Landesausschuss Frauensport beginnen mit der Ausbildung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern für den Rehabilitationssport (1.9.91).

 

Vor 25 Jahren

Bei den Olympischen Spielen in Atlanta erringen Berliner Athletinnen und Athleten 7 Gold-, 7 Silber- und 6 Bronzemedaillen. Die Teilnehmer(innen) der Paralympics kehren mit 9-mal Gold, 4-mal Silber und 5-mal Bronze zurück (15.-25.8.96).

 

Vor 20 Jahren

Der Landessportbund und die „Sport für Berlin gGmbH“ beginnen in der LSB-Sportschule mit Unterstützung der Sportvereine und Mitgliedsverbände die dreijährige Ausbildung für das neue Berufsbild des „Sport- und Fitnesskaufmanns“ Annähernd 100 Männer und Frauen werden in den nächsten Jahren diese nachgefragte Berufsausbildung erfolgreich abschließen (3.9.01).

 

Erstveröffentlichung

in „Sport in Berlin“ – 05/2021

Meine-Corona Chronik für August 2021: Vierte Welle – kein Lockdown für Geimpfte.

Montag, 13. September 2021

 

Zunehmend beschäftigt sich die Medizin mit den gefährlichen Langzeitfolgen von Covid-19 für Genesene. Das hat auch Auswirkungen auf den Sport: Die Forschung schätzt, dass alleine in Deutschland mindestens 500 Sportlerinnen und Sportler an Long Covid leiden. Symptome wie Muskelschwäche und ein erhöhter Ruhepuls können den Anschluss an die Weltspitze und damit die weitere Sportkarriere für sie unmöglich machen.

ARD-Sportschau vom 1. August 2021

 

Die Beschwerden von positiv auf Corona getesteten Athletinnen und Athleten in Tokio werden lauter und die praktizierten Bedingungen der Quarantäne sind fragwürdig. Die taz schreibt von einem „Hotel des Schreckens“ und meint das Nice Hotel in Tokio, ein hässlicher Kasten im Zentrum der Stadt. Positiv getestete Olympia-Teilnehmer(innen) müssen sich 10 bis 14 Tage in totaler Isolation aufhalten. Das OK meldet Anfang der Woche 450.000 Tests, davon O,01 Prozent mit positivem Ergebnis. Damit dürfte ein Gutteil der insgesamt 264 Positiven mit einem falsch-positiven Ergebnis zu Unrecht in Quarantäne sitzen.

taz vom 2. August 2021

 

Prof. Dr. Detlef Kuhlmann kommentiert die Auswirkungen von Corona auf den Schulsport und zitiert einen längeren Beitrag in der FAZ mit dem Titel „Schulsport fällt aus“ zum Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“: „Der Wettkampf wird den Schülern immer fremder. Die Vereine erleben eine Austrittswelle von Kindern und Jugendlichen. Was können ihnen die Olympischen Spiele noch sagen?“ Das bedeutet für ihn nicht das Ende des größten Schulsportwettbewerbs der Welt, der seit 2020 pandemiebedingt ausfallen musste. Ganz im Gegenteil, die Schulsportstiftungen hat längst mit der KMK und den Sportverbänden den Wettbewerb modernisiert und einen neuen alternativen Wettbewerb ins Leben gerufen. Die sogenannte „Schulsport-Stafette“ öffnet den Bundeswettbewerb und führt z.B. eine Aktionswoche an den Schulen ein. Der offizielle Start findet am 9. August in Berlin statt. Damit kommt es auch bei „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ zum Neubeginn, ganz im Sinne der DOSB-Kampagne „Comeback der Bewegung“ für den Vereinssport.

DOSB-Presse vom 3. August 2021

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Vor 100 Jahren: Die heutigen „Stadion-Terrassen“ des LSB Berlin werden 1914 Reservelazarett.

Mittwoch, 08. September 2021

Ersatz für den gecrashten Beitrag von 2014

 

Das weltweite Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 erinnert uns auch an ein Kapitel der Sportgeschichte, das mit dem heutigen ‚Haus des Sports‘ am Olympiastadion unmittelbar zu tun hat:

Die „Stadion-Terrassen“ waren von 1914 bis 1918 Reservelazarett für 550 Verwundete.

Der Sitz des Landessportbundes (LSB Berlin) entstand 1909 unter dem Namen „Waldhaus“ als Hauptrestaurant der bis nach Ruhleben reichenden „Grunewald-Rennbahn“ des traditionsreichen Union-Clubs. Seit 2019 trägt er den Namen „Manfred-von-Richthofen Haus“.

 

Rennbahnrestaurant „Waldhaus“ als Reservelazarett (LSB-Archiv/Kees Tazelaar)

 

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