Archiv für die Kategorie ‘Sportentwicklung’

Programme der Sportjugend Berlin zur Sporteinheit

Mittwoch, 29. April 2026

Motto der Sportjugend Berlin:

Sport macht Spaß und bringt Kontakt!

 

1989

Unterstützung von Begegnungen im Kinder- und Jugendsport

durch finanzielle Hilfen der Sportjugend und des NOK der Bundesrepublik

Einweihung des ersten SportJugendClubs in Kreuzberg

als Modell für Stadtteilprojekte in Ost-Berlin

Volleyball-Stadtauswahl der weibl. Jugend A aus Istanbul in Berlin

Spiele gegen die Stadtauswahl des VVB und des TSV Rudow

 

1990

Aktionsprogramm Kinder- und Jugendsport 2.000

als Teil des zukünftigen LSB-Freizeitsportplans

1000 Kinder aus West und Ost im Olympiastadion

Anstellung von Vereinsberatern und Regionalkoordinatoren

Sportjugend-Events in Berlin (Ost) und Potsdam

Gründung der Sportjugend der DDR und der Sportjugend Berlin e.V.

Bildungsoffensive der Sportjugend Berlin in den Neuen Bundesländern

Berliner Stadtauswahl Fußball-Jugend B nach Istanbul und Nord-Zypern

Gründung der Sportjugend in den Neuen Bundesländern

Fahnenhissung der Sportjugend Berlin

vor dem Reichstagsgebäude am 3. Oktober 1990

Auflösung der Sportjugend Berlin (Ost) zum Jahresende

 

 

1991

Sommer der Begegnung

Ferien bei Sport und Spiel im Umland

Gründung von Arbeitsgemeinschaften der Sportjugend

in den Ostberliner Bezirken nach dem Jugendhilferecht

Frühere DTSB-Sportwerbegruppe in Istanbul, Ankara und Nord-Zypern

AGAG-Programm des Bundes im SportJugendClub Lichtenberg

Gründung des Frauensportzentrums HEDA in Lichtenberg

Mehr als 500 Mitarbeiter(innen) in Programmen der Bundesanstalt für Arbeit

Initiative SPORTverein(t) des Regierenden Bürgermeisters

 

1992

Programm zur Anstellung von Jugendtrainern

Programm zum Aufbau freier Träger der Jugendhilfe

Kooperationsvertrag mit der Brandenburgischen Sportjugend

Ausweitung der Sporthelferkurse an der Jugendbildungsstätte

Betriebsbeginn der Sport für Berlin gGmbH mit 220 Personalstellen

Erwerb des Jugendferienparks Ahlbeck/Usedom

Eröffnung der Kontakt- und Beratungsstelle in Marzahn

Fußballjugend-Auswahl Brandenburg in Istanbul und Nord-Zypern

Ausweitung des Fan-Projektes und des Projektes Kick gegen Jugenddelinquenz

 

1993

Olympiatage des Kinder- und Jugendsports im Olympiastadion

Sonderprogramm „Berlin bewegt sich“ mit Verbänden und Vereinen

Wasserspektakel, Eiszirkus und Sportfasching im FEZ Wuhlheide

Sportjugend-Projekte zu „Jugend mit Zukunft“ mit 100 Personalstellen

Aufbau von SportJugendClubs, Mädchensportzentren und Mobilen Teams

Errichtung von Skater-Rampen, BMX-Parcours und Klettertürmen

Erste Schoolfinals im Streetball mit dem Basketballverband

 

 

1994

Erstes Kinder- und Jugendfestival im Sportforum Hohenschönhausen

Bewegungswochen zum Mädchen- und Frauensport

 

 

1995

Jahr des Ehrenamtes

Stadtauswahl Istanbul weibl. Jugend A in Berlin und Potsdam

Weibl. Volleyball-Jugend A des CJD in Istanbul und Mugla

 

1996

Demonstrationszug der Sportjugend Berlin

„Jugend braucht Zukunft“ zum Roten Rathaus

Gründung des Vereins für Sport und Jugendsozialarbeit

Weibl. Volleyball-Jugend A des VC Olympia in Istanbul und Izmir

 

 

1997

Jahr des Kinder- und Jugendsports

Stadtauswahl Istanbul weibl. Volleyball-Jugend A in Berlin und Eichwalde/Potsdam

 

 

1998

Weibl. Volleyball-Jugend A des VC Olympia in Istanbul und Izmir

 

 

1999

Event 10 Jahre Mauerfall am Brandenburger Tor

Wahlforderungen „Jugend wählt Sport“ der Sportjugend  Berlin

 

 

2000

20. Deutsch-Türkische Sport- und Jugendbegegnung

Weibl. Volleyball-Jugend A des VC Olympia in Istanbul und Izmir

Aufbauleistungen „Ost“ zur Sporteinheit des Landessportbundes und der Sportjugend Berlin

Mittwoch, 29. April 2026

 

  • Eintragung von Sportvereinen in das Vereinsregister (e.V.)
  • Anstellung von Vereinsberatern und Regionalkoordinatoren
  • Erweiterung des LSB-Präsidiums und SJB-Vorstandes
  • Anstellung von Landestrainern und Ausbau von Bundesstützpunkten
  • Erweiterung des Olympiastützpunktes Berlin (Trägerverein)
  • Erweiterung aller Zuwendungs- und Förderungsprogramme
  • Zuwendungen für Jugendtrainer der Vereine
  • Sonderprogramme für den Breiten- und Freizeitsport
  • Erhalt von Sportstätten der Betriebe einschl. Restitutionshilfen
  • Personalkostenzuschüsse für Vereine und Verbände
  • Unterstützung der Olympiagesellschaft „Berlin 2.000“
  • Anstellung von 16 Verwaltungskräften (LSB/SJB)
  • Aufbau der Zweigstelle Grünau der LSB-Sportschule
  • Weiterbildungs- und Ausbildungsmaßnahmen der Sportschule
  • Kooperationsverträge mit dem LSB und der SJ Brandenburg
  • Aktionsprogramm Kinder- und Jugendsport 2.000
  • Sonderprogramm „Jugend mit Zukunft – Berlin gegen Gewalt“
  • Aufbau von SportJugendClubs und Mobilen Teams
  • Gründung des „Kinder- und Jugendfestivals“ mit Juventus
  • Aufbau der „Sportjugend“ in den Neuen Bundesländern
  • Bildungsoffensive der Jugendbildungsstätte in den NBL
  • Ausbau der Jugendsozialarbeit und des Integrationssports
  • Sonderprogramme im Mädchensport und Behindertensport
  • Erhalt der Kinder- und Jugendsportschulen (Arbeitsgruppe)
  • Erwerb und Ausbau des Jugendferienparks Ahlbeck/Usedom
  • Erhalt des Sport-Leistungszentrums Kienbaum (Trägerverein)
  • Gründung der BQG „Sport für Berlin gGmbH“ zur Anstellung von p.a. 200 bis 300 Sportpädagogen, Sportlehrern, Trainern, Sportwissenschaftlern, Kulturpädagogen, Gymnastiklehrern, Journalisten, Handwerkern und Verwaltungskräften in Vereinen und Verbänden einschl. deren Qualifizierung und Weiterbildung.

Daten zur Jugend- und Sozialarbeit der Sportjugend Berlin

Mittwoch, 29. April 2026

 

1945      Anordnung der Alliierten Kommandantur: Jugendverbände müssen von Erwachsenenverbänden unabhängig sein und ein ‚Jugendleben nach eigener Ordnung‘ führen.

1948      Im Jahr der Währungsreform entstehen unterschiedliche Strukturen der Jugendarbeit in West und Ost. Abspaltung von Ost- und West-Berlin durch die Blockade.

1949      Gründung des Sportverbandes Groß-Berlin (heute LSB) als ‚Verband der Vereine‘. Gustav Schulze wird zum Jugendwart gewählt. Erster Jugendleiter-Lehrgang im Haus am Rupenhorn.

1950      Gründung der Deutschen Sportjugend. Die Sportjugend Berlin betreibt ihr erstes Ferienlager in Heiligenhafen/Ostsee.

1951      Der Sportverband Berlin wird mit knapper Mehrheit ein ‚Verband der Verbände‘.

1952      Die Sportjugend Berlin organisiert das Bundesauswahllager der Jugend für die Olympischen Spiele in Helsinki.

1953      Die erste ‚Jugendordnung‘ der Sportjugend Berlin wird verabschiedet. Im Verbandsorgan Berliner Sport erscheint monatlich die Beilage „Berliner Sportjugend“. Die Sportjugend ist          Mitglied in sechs von zwölf Berliner Bezirksjugendringen.

1954      Nach dreijährigen, unerfreulichen Diskussionen wird die Sportjugend in den Landesjugendring Berlin aufgenommen. Das Thema „Sport und Umwelt“ steht auf der Tagesordnung eines Jugendleiterlehrganges der Sportjugend Berlin. In der Jugendbeilage werden Modelle aus den USA zur Begrenzung der Jugendkriminalität durch Sport vorgestellt. Der Sportverband weiht die Sport- und Jugendleiterschule der Sportjugend in Gatow ein.

1959      Durch Gesetz wird ein Vertreter des Sports im Landesjugendwohlfahrtsausschuss verankert.

1961      Vollversammlung der Deutschen Sportjugend in der Berliner Kongresshalle (nach Mauerbau).

1962      Aus der bisherigen Jugendbeilage wird die monatlich erscheinende Zeitschrift ‚die sportjugend berlin‘.

1964      Die Sportjugend Berlin beschäftigt mehrere Betreuer für die „Berlin-Begegnungen“ der bundesdeutschen Schulen und Sportvereine. In den Rehbergen wird das 1. Deutsch-Französische Jugendtreffen veranstaltet.

1966      Die Sportjugend übernimmt den Vorsitz im Landesjugendring Berlin.

1967      Durch das Karlsruher Urteil wird der Vorrang freier Träger in der Jugendarbeit vor staatlichen Angeboten verankert (Subsidiarität). Die Neu-Organisation der Jugendhilfe nimmt ihren Anfang.

1968      Wegen der Studentenunruhen ruft der Präsident des Landessportbundes Berlin die Mitgliedsorganisationen und Vereine auf, sich mit den Forderungen junger Menschen und ihres Protestes auseinanderzusetzen. Der Sportjugendaustausch mit Israel beginnt.

1969      Die Sportjugend Berlin organisiert die a.o. Vollversammlung der Deutschen Sportjugend bei der der Austritt aus dem Deutschen Bundesjugendring beschlossen wird. Der Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ wird in Berlin begründet. Die „Sportliche Jugendbildung“ wird Bestandteil des Bundesjugendplanes und löst in Berlin lebhafte Diskussionen aus.

1970      Die Sportjugend beginnt an der Sportschule mit der Ausbildung von Lizenz-Jugendleitern.

1971      Im Vorfeld der Olympischen Spiele München 1972 veranstaltet die Sportjugend Berlin mit der Deutschen Sportjugend im Olympiastadion ein Umweltfestival „Sport 1980‘“. Im Mittelpunkt steht ein Moderne Dreikampf für Sauberes Wasser, Saubere Luft, Saubere Umwelt.

1972      Der Vorstand der Sportjugend Berlin beschließt die Aufnahme von Sport- und Jugendkontakten zur DDR und Ost-Berlins.

1974      Die Sportjugend startet ihre Offensive „Langes Sitzen macht nicht klüger – Kinder brauchen Bewegung“ zur Psychomotorik im Elementarbereich. Im Bezirk Wedding findet das erste „Deutsch-Türkische Kindersportfest“ statt. Die Sportjugend Berlin besucht in einer Gedenkstättenfahrt Lidice und Prag. Moskau und Leningrad sind die ersten Ziele der Sportjugend in ihren neuen Ostblockkontakten.

 

1977      Auf der Spandauer Zitadelle wird das neue Bildungs- und Verwaltungszentrum der Sportjugend Berlin eingeweiht.

1978      In zwei Kitas für Kinder mit Behinderungen in Tempelhof und im Märkischen Viertel werden 4 Gymnastiklehrerinnen der Sportjugend tätig.

1979      Die Sportjugend übernimmt im Auftrag des Senats die Weiterbildung von Erziehern/Erzieherinnen in der Bewegungserziehung im Vorschulalter. In der Diskothek Metropol wird regelmäßig „Jazz-Dance“ für Behinderte und Nicht-Behinderte (Rollstuhltanz) mit Unterstützung des Senats angeboten.

1980      Der „Deutsch-Türkische Kindertreff“ der Sportjugend Berlin wird mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet. Der Senat veranstaltet mit der Sportjugend die erste Infobörse „Sport und Jugendarbeit“ im Haus am Rupenhorn. Der ‚Neue Rundbrief‘ der Senatsjugendverwaltung widmet sich diesem Thema. Das neue Sportjugendprogramm „Ausländersport“ wird begonnen.

1982      Die Sportjugend diskutiert mit dem Senat von Berlin und dem LSB-Präsidium ihre Thesen zum Jugendprotest und zur Mitbestimmung von Jugendlichen (Trimm Dich durch Mitbestimmung).

1983      Die Sportjugend Berlin eröffnet in Moabit die 1. Beratungsstelle für Ausländer. Der Sportjugendaustausch mit der Türkei wird begonnen.

1985      Gemeinsam mit der TU Berlin stellt die Sportjugend die erste wissenschaftliche Studie zum Verhalten von Fußball-Fans vor.

1986      Der Landessportbund und die Sportjugend Berlin weihen ihren neuen Sitz in den „Stadion-Terrassen“ des Olympiastadions ein (Haus des Sports und Bildungsstätte der Sportjugend).

1987      Als Auftakt der 750-Jahrfeier Berlins veranstaltet die Sportjugend mit der Wirtschaftsinitiative „Impulse der 80-er Jahre“ ein ganztägiges Internationales Kinderfest in der Deutschlandhalle.

1988      Zum Europäischen Kulturjahr (E88) veranstaltet die Sportjugend Berlin internationale Jugendbegegnungen, mehrere Kulturwettbewerbe und ein Europäisches Kinderfest auf dem Olympiagelände mit 40.000 Besuchern.

1989      Am Kottbusser Tor eröffnet die Sportjugend ihren ersten „SportJugendClub“ und bringt damit Bewegung in die Aufgabenstellung der bisherigen städtischen Jugendfreizeitheime.

1990      Das Jahr ist von der friedlichen Revolution und dem Aufbau neuer, gemeinsamer Sportstrukturen zwischen den bisher getrennten Teilen Berlins geprägt. 14 Jugendliche der Sportjugend Berlin aus Ost- und West ziehen in der Nacht vom 2. Zum 3. Oktober vor dem Reichstag die Bundesflagge auf.

1991      Aufnahme des Programms „Kick – Sport gegen Jugenddelinquenz“ der Sportjugend Berlin. Ausweitung der Betreuungsprogramme für Aussiedler und Start der Kampagne „SPORTverein(t)“. Verabschiedung des „Aktionsprogramms Kinder- und Jugendsport 2000“.

1992      Die Sportjugend Berlin beteiligt sich an den Bundesprogrammen zum „Aufbau freier Träger (AfT)“ und gegen „Aggression und Gewalt (AgAG)“. Der Erwerb und Ausbau des „Jugendferienparks“ und der „Europäischen Begegnungsstätte“ in Ahlbeck wird begonnen.

1993      Die Sportjugend Berlin übernimmt große Teile des dreijährigen Landesprogrammes „Jugend mit Zukunft“. Mehrere Sportjugend- und Mädchenclubs sowie Sozialprojekte werden eröffnet. Im Mittelpunkt der Vollversammlung steht das Thema „Jugend und Gewalt“. Die Sportjugend wird Mitglied des Trägervereins der „Werkstatt der Kulturen“ in Neukölln.

1994      In Hohenschönhausen findet das 1. Berliner Kinderfestival statt. Die Parlamentspräsidentin stellt die Ehrenamtskampagne der Sportjugend Berlin vor.

1995      Die Sportjugend beteiligt sich mit innovativen Konzepten am Stadtdialog „Jugend in Berlin“. Unter dem Titel „Jugend braucht Zukunft“ übergibt die Sportjugend Berlin dem Abgeordnetenhaus eine mit Trauerrand versehene „Streichliste“. Die Sportjugend gründet den „Verein für Sport und Jugendsozialarbeit“ (VSJ).

1996      In einem Protestzug vom Kollwitzplatz zum Berliner Rathaus demonstrieren mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche der Sportjugendprojekte gegen die Beendigung des Programms Jugend mit Zukunft.

 

1997      Im Jahr des Kinder- und Jugendsports wird bundesweit zur Fachtagung „Schwung und Bewegung in Jugendhilfe und Sozialarbeit“ eingeladen. In einer Radsternfahrt „Wir radeln für Kinderrechte“ wird Genf erreicht. Die Bildungsstätte der Sportjugend Berlin feiert ihr 20-jähriges Bestehen.

1998      380.000 Besucher kommen zum 5. Berliner Kinderfestival der Sportjugend nach Hohenschönhausen.

1999      Zehn Jahre Mauerfall werden vor dem Brandenburger Tor gefeiert. Der Jugendevent der Sportjugend und des VSJ in der Arena Treptow steht unter dem Motto „Europa in Bewegung“. Zum 50. Bestehen feiert die Sportjugend Berlin in der Max-Schmeling-Halle eine große Kinder- und Jugendsport-Show „Forever Young“.

2000      Umzug der Bildungsstätte von den Stadion-Terrassen in die frühere Unteroffiziersmesse an der Hanns-Braun-Straße des Olympiaparks.

2001      Scheckübergabe für ‚Kick the ropes‘ durch Edwin Moses, Nadia Comaneci und Boris Becker der Sport for Good Stiftung. Programm des Berliner Fußball-Verbandes mit der Sportjugend und dem Senat „Präventionsmodell Berliner Jugendfußball gegen Gewalt“. Neue Plakatserie „Sport kennt Gegner, aber keine Feinde“ zur Toleranz in Sport und Gesellschaft. Start des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ im Sport durch die Sportjugend. SJB-Bundestagung „Sport und soziale Arbeit gegen (rechte) Gewalt und Extremismus“.

 2002     Die Sportjugend beteiligt sich mit einem Marathonparcours Berlin-New York“ am deutsch-amerikanischen Freundschaftsfest im Garten des Bundeskanzleramtes.

2002      Start des Integrationsprogrammes „Kick on Ice“ der Sportjugend mit Katharina Witt.

2003      Mit der Aufnahme des Bereichs „Körper, Bewegung und Gesundheit“ in das ‚Berliner Bildungsprogramm‘ für Kinder in Tageseinrichtungen wird Bildungsgeschichte geschrieben.

2004      Landessportbund und Sportjugend gründen die gemeinnützige Kindergartengesellschaft „Kinder in Bewegung (KIB“. Die SJB-Kampagne „Kleine kommen ganz groß raus“ führt zu einem Mitgliederanstieg in den Sportvereinen.

2005      Das Projekt „Kick – Sport gegen Jugenddelinquenz“ erhält einen Präventionspreis der Landeskommission gegen Gewalt.

2006      Das Fan-Projekt der Sportjugend beteiligt sich mit einem Fan-Camp an der Fußball-Weltmeisterschaft.

2008      Die Vollversammlung der Sportjugend Berlin verabschiedet eine Resolution zum ‚Kinderschutz‘. Der Verein für Sport und Jugendsozialarbeit gründet die gemeinnützige GSG als zukünftiger Projektträger

 

>>>  wird fortgeschrieben

 

Wandlungen und Trends im Sport

Mittwoch, 13. September 2023

Aus der Reihe SPORTGESCHICHTE(N)

 

Der Sport wandelt sich, Sportarten verändern sich, neue kommen hinzu. Sport wird für unterschiedlichste Zielgruppen vereins- und vereinsungebunden angeboten. Gesundheitliche und soziale Gründe werden immer wichtiger: Sporttreiben ist ein Hype, auch für das Gesundheitswesen. Nachdem sich der Staat für seine Fehler während der Pandemie entschuldigt hat, soll jetzt ein noch zu finanzierender Bewegungsgipfel an den Start gehen. Wir stehen vor der Zukunftsfrage, wie entwickelt sich der Sport weiter und welche Trends haben Bestand? Wer baut die für die Expansion, Integration und Inklusion in Zukunft erforderlichen Sportstätten? Ein Rückblick.

(mehr …)

Das Projekt „Kick“ – ein Blick zurück.

Montag, 08. Oktober 2018

Der Beitrag erinnert an die Gründungsgeschichte des Projektes „Kick – Sport gegen Jugenddelinquenz“ von den Anfängen im Jahr 1990 bis zur Konsolidierung zum Jahrtausendwechsel.

Mit einem herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und der Feststellung „schön, dass es Euch noch gibt“ möchte ich Rückschau halten auf die ersten Jahre des von der Sportjugend und der Polizei gegründeten Kooperationsprojektes ‚Kick – Sport gegen Jugenddelinquenz‘. Es waren spannende Zeiten und viele Steine mussten aus dem Weg geräumt oder übersprungen werden. Ich gehörte von 1970 bis 2000 zu den Wegräumern und trug als LSB-Jugendreferent und hauptamtliches Vorstandsmitglied der Sportjugend Verantwortung für Kick. Daran erinnere ich mich gern.

(mehr …)

Der Arzt, der Leibesübungen förderte

Mittwoch, 26. Juni 2013

Vor 150 Jahren wurde Prof. Dr. August Bier geboren

August Bier_0002

Er war ein genialer Chirurg und weltweit bekannter Arzt: Aber August Bier hatte auch enge Beziehungen zum Sport und ist seit 1921 Namensgeber der „August-Bier-Plakette“ der Deutschen Sporthochschule Köln.  Vor 150 Jahren, am 24. November 1861 wurde er in Helsen/Bad Arolsen geboren und ging in Korbach zur Schule. Nach dem Medizinstudium in Berlin, Leipzig und Kiel arbeitete er an den Universitätskliniken in Kiel, Greifswald und Bonn. Von 1908 bis zu seiner Emeritierung 1932 leitete er die Chirurgische Klinik in der Berliner Ziegelstraße.  

 

(mehr …)

Emanzipation der Sportjugend durch Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe

Montag, 12. November 2012

Berlin vor 40 Jahren: Erster Schulterschluss zwischen Jugendarbeit und Sport führt zur gesellschaftspolitischen Emanzipation der Sportjugend.

 Vor 40 Jahren wurde in der Quartalsschrift „Neuer Rundbrief“ der Senatsverwaltung für Familie, Jugend und Sport in Heft I von 1980 das Schwerpunktthema „Jugendarbeit und Sport“ in den Mittelpunkt der Diskussionen gerückt. Auf Wunsch der Senatorin für Familie, Jugend und Sport, Ilse Reichel, und ihres Senatsdirektors (Staatssekretärs), Dieter Kreft, sollte damit der Sprachlosigkeit der Jugendhilfe gegenüber dem Sport und der sportlichen Jugendarbeit begegnet und möglichst fruchtbare Kooperationen eingeleitet werden. Dieter Kreft leitete die Diskussionen mit seinem Beitrag „Jugendhilfe und Sport – Eine vergessene Aufgabe der Jugendarbeit“ ein, Prof. Dr. C. Wolfgang Müller (TU Berlin) und Prof. Dr. Hans Gerhard Sack (Universität Marburg) beleuchteten Hintergrund und Perspektiven. Die Sportjugend Berlin nahm grundsätzlich Stellung und lieferte mit ihrer gerade angelaufenen „Sozialen Offensive“ praktische Handlungsfelder und Kooperationsvorschläge. Prof. Müller konstatierte beiden Bereichen der Jugendarbeit ‚gesellschaftlich bedeutsame Tätigkeiten, die das gemeinsame Schicksal teilen, für politisch rückwärts gerichtete Ziele ebenso  eingespannt worden zu sein wie für politischen und gesellschaftlichen Fortschritt’.

 

Für die Sportjugend bedeutete diese Schwerpunktsetzung seit den achtziger Jahre weitere jugendpolitische Emanzipation mit ständig größer werdenden Herausforderungen. Gegen starke Widerstände in der etablierten Sozialarbeit wurden neue und von jungen Menschen selbst bestimmte Mitwirkungsmöglichkeiten der Jugendarbeit des Sports entwickelt, die sich in der Praxis bewährten, Kooperationen vielfältigster Art auslösten und mit der Deutschen Einheit eine neue Qualität der sportlichen Jugendarbeit, der Integrations- und Sozialarbeit des Sports einleiteten. Mitte der neunziger Jahre beantwortete Prof. Dr. Manfred Kappeler (TU Berlin) die Frage nach der Bedeutung der Kooperation zwischen Sport und Jugendhilfe mit der Feststellung: Wir brauchen nicht mehr Sozialarbeit im Sport, sondern mehr Sport in der Sozialarbeit.

 

(mehr …)

Neue Ideen für alte Vereine

Sonntag, 11. November 2012

 

 

 

Sparzwänge erleichtern Strukturveränderungen

 

Neue Ideen für den Sport und seine Vereinsstrukturen müssen her, damit sich die dramatische Finanzsituation nicht weiter wie Mehltau über unsere Stadt legt und den Sport mit erstickt.  Die eigentlichen Sparzwänge stehen den Sportvereinen und Verbänden nach dem Willen des Finanzsenators in den nächsten 2 Jahre noch bevor: Einsparungen bei gesetzlichen Leistungen, weiterer Abbau freiwilliger Leistungen, also Erhebung von Nutzungsentgelten für Sportstätten und womöglich Streichung der gesamten Sportförderung. Ein Rückfall in die Gründerjahre vieler unserer Vereine steht bevor. Unsere ‚alten’ Vereine mussten sich um 1900 ausschließlich aus Beiträgen und Spenden ihrer Mitglieder finanzieren. Diese Einnahmen ermöglichten den Sportbetrieb und den Bau eigener Sportstätten. War Geld übrig, konnten auch die in Berlin gebildeten Dachverbände mit unterstützt werden. Ohne Ehrenamt und Mäzenatentum ging es im Kaiserreich nicht. Sportstättengebühren waren auch in der Weimarer Republik die Regel. Der  Reichsausschuss für Leibesübungen erhob 1926 die Forderung: „ Gebühren für Turnhallen, Schwimmbahnen und Spielplätze sollen von denen erhoben werden, die draußen bleiben.“ Ein prägnanter Satz mit hoher Aktualität. Bis 1959 gehörten  Nutzungsentgelte und Duschgroschen für Sportstätten  auch im  Westteil Berlins zu den regelmäßigen Ausgaben der Vereine, ehe sich in Ost und West staatliche Wohltaten und Lotterien über den politisch prestigeträchtigen und gesellschaftlich wichtigen Sport ergossen. Im Zeitalter des Haushaltsnotstandes und sich ausbreitender kommerziellen Sportangebote für Besserverdienende soll damit jetzt Schluss sein, hat die Sportförderung als kommunale Daseinsvorsorge für Bürgerinnen und Bürger ausgedient? Es hat fast den Anschein, wenn einen Nachrichten aus Köln erreichen, dass dort durch den Wegfall öffentlicher Mittel 240 von 800 Sportvereinen vor dem finanziellen „Aus“ stehen. In der Hauptstadt gibt es (noch?) 2.000 Sportvereine.

(mehr …)

Das soziale Gewissen des Sports

Sonntag, 11. November 2012

 

 

Die „soziale Offensive des Sports“ begann in der Sportjugend

 

 

Es war derTrimm Dich Sportpfarrer der Evangelischen Kirche in Deutschland, Martin Hörrmann, der bei der Suche nach sozialpolitischen Konzepten des Sports Ende der sechziger Jahre die Sportjugend als das ’soziale Gewissen‘ des Sports bezeichnete. Zu Recht. Die Deutsche Sportjugend hat in der noch kurzen Geschichte des Deutschen Sportbundes maßgeblich zur Entwicklung und politischen Anerkennung der ’sozialen Aufgaben‘ des Sports beigetragen. Vielfältige Anstöße der späteren „Sozialen Offensive“ haben ihren Beginn in Modellen und Projekten der Jugendorganisationen des Sports genommen, wurden in Seminaren, Workshops, Vollversammlungen und Bundesjugendtreffen weiterentwickelt und haben über Akademietagungen, Sportkongresse und DSB-Bundestage Eingang in die gesellschaftspolitischen Aufgaben und Ziele der Gesamtorganisation gefunden. Nach dem Inkrafttreten des Kinder- und Jugendhilfegesetzes und der parallel dazu erzielten deutschen Einheit leitet diese sozialpolitische Kompetenz der Sportjugend und ihrer Mitgliedsorganisationen bis hinunter zur Vereinsebene gerade einen längst überfälligen und notwendigen Paradigmenwechsel zugunsten der sportlichen Jugendarbeit in der Sozialpädagogik und Jugendhilfe der Bundesrepublik ein.

(mehr …)