Archiv für die Kategorie ‘Sportgeschichte(n)’

Vor 156 Jahren: Das 2. Deutsche Turnfest 1861 in Berlin.

Dienstag, 13. Dezember 2016

 

 

Berlin ist 2017 zum fünften Mal Austragungsort eines Deutschen Turnfestes. Die Organisatoren rechnen mit 70.000 aktiven Teilnehmern, die in der 1. Juniwoche an die Spree kommen wollen. Seit 2005 wird zu ‚Internationalen‘ Deutschen Turnfesten eingeladen.

In einem Blick in die Geschichte erinnern wir uns an das ‚2. Allgemeine Deutsche Turnfest‘ in Berlin vor 156 Jahren. Es fand vom 10. bis 12. August 1861 statt.

 

 

DTF 1861 color

Das Schauturnen in Moabit am 11. August 1861

(Neuruppiner Bilderbogen)

 

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Als Berlin in Schutt und Asche sank: Die Jahn-Ausstellung von 1943 im Rathaus Neukölln.

Montag, 12. Oktober 2015

 

 

Vom 11. August bis 8. September 1943 fand im Neuköllner Rathaus eine Ausstellung zum 165. Geburtstag von Friedrich Ludwig Jahn statt. Mitten im Krieg, nur wenige Monate nach der Katastrophe von Stalingrad und der antreibenden Goebbels-Rede im Berliner Sportpalast.

Als geborener Neuköllner und Mitglied eines örtlichen Sportvereins stelle ich mir folgende Fragen:

Was sollte und wollte diese Ausstellung im Bombenhagel?

Hatte die Bevölkerung nichts Besseres zu tun, als sich eine Sportausstellung anzuschauen?

Was hatten Jahn und die Hasenheide mit dem Krieg zu tun?

Für den Kreis der an der Zeitgeschichte des Sports Interessierten verbindet sich mit diesen Fragen ein museumspädagogischer Auftrag: Wie können wir junge Leute zum Nachdenken anregen und ihnen ‚Vergangenes‘ möglichst spannend vermitteln?

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Protest gegen Umbenennung der Berliner Jahn-Grundschule

Mittwoch, 25. März 2015

Gegen die Eliminierung von Turnvater Friedrich Ludwig Jahn als Namenspatron einer Berliner Grundschule formiert sich zunehmend und deutschlandweit Protest. Der Protest richtet sich vor allem gegen das Bezirksamt Pankow von Berlin, das diese Entscheidung der Schule gebilligt hat. Kritisiert wird eine inzwischen erfolgte Umbenennung in ‘Bötzow-Grundschule’ nach einer Brauereidynastie, die auch den Namen für ein von Investoren entwickeltes Stadtgebiet in Prenzlauer Berg trägt. 

 

Jahn, Uhland unP1030435.jpg jahn uhland arndt.jpg A.jpg Bd Arndt: Drei vom Volk gewählte Abgeordnete des ersten deutschen Parlaments in der Frankfurter Paulskirche 1848/49.

(Foto: Archiv LSB Berlin)

 

 

 

 

 

 

 

Nachstehend ein Beitrag von Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke aus dem Pressedienst des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vom 24. März 2015. Professor Schulke ist Sportwissenschaftler und lehrt an den Universitäten Bremen und Hamburg. Er war Sportamtsdirektor und Sportreferent der Freien und Hansestadt Hamburg.  

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Mathilde Kirschner – die Oberin des Kaisers.

Freitag, 23. Januar 2015

Erinnerungen an eine bürgerliche Sozialreformerin9mat_por

Die 1951 in Berlin (West) verstorbene Vorsitzende des Vereins „Arbeiterinnenwohl“, Mathilde Kirschner, gehört zu den erfolgreichen bürgerlichen Sozialreformerinnen des vorigen Jahrhunderts. Ihr Wirken spiegelt die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche von der Kaiserzeit über die Weimarer Republik zur NS-Zeit bis zum Neubeginn der Bundesrepublik nach 1945. Herausragend waren ihre Tätigkeiten als Leiterin eines der ersten „Arbeiterinnenheime“ in Berlin-Moabit und als Oberin des ‚Kaiser-Wilhelm-Kinderheims‘ in Ahlbeck auf Usedom.

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Invalidenfriedhof Berlin: 200. Todestag von Friedrich Friesen am 16. März 2014.

Sonntag, 16. März 2014

 

 Auf dem Berliner Invalidenfriedhof wurde am 16. März 2014 des 200. Todestages von Friedrich Friesen gedacht. Am Grab des Mitbegründers der Turnkunst, des Fechtens und des Schwimmens versammelten sich Vertreter des Fördervereins Invalidenfriedhof, der Jahn-Gesellschaft Freyburg/Unstrut, des Forums für Sportgeschichte, des Landessportbundes Berlin und der Senatssportverwaltung zu einer Gedenkstunde. Erinnerungsworte sprachen Klaus Francke, Vorsitzender des Fördervereins und Gerd Steins, Präsident des Forums für Sportgeschichte.

 

 

Prof. Dr. Ingo Peschel legt für die Jahn-Gesellschaft einen Kranz

nieder. Gerd Steins spricht Worte der Erinnerung. Fotos: Nippe

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Publikationen

Mittwoch, 29. Januar 2014

Neuerscheinungen 2012/2013

   SHB 16 und 180001 SHB 16 und 180002

 

Aus der Reihe “Sporthistorische Blätter” des Forums für Sportgeschichte und des Sportmuseums Berlin.

 

Heft 16:

Manfred Nippe / Gerd Steins; “Vom Rennbahn-Restaurant zum Haus des Sports”  -

Ein Streifzug durch die Geschichte der Stadion-Terrassen am Olympiastadion.

Berlin 2012, 48 Seiten, 155 Abbildungen.

Heft 18: 

Manfred Nippe; “Ahlbeck – vom Kinderheim des Kaisers zum Ferienpark der Sportjugend”

Zum 100. Bestehen der Einrichtung 1913 – 2013.

Berlin 2013, 74 Seiten, 171 Abbildungen.

Die Hefte sind gegen eine Schutzgebühr beim Sportmuseum Berlin erhältlich.

Telefon: 030 – 305 83 00, Mail: Sportmuseum.Berlin@t-online.de.

 

 

 

 

Sportgeschichte zum Anfassen – die Fußball-Route Berlin.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

 

  FRB-Logo

Das bei der Mitgliederversammlung des Landessportbundes Berlin 2012  vom Berliner Fußball-Verband vorgestellte Konzept einer „Fußball Route“ war faszinierend: Mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs zu markanten Punkten der Berliner Fußballgeschichte, das gab es in der Sporthauptstadt noch nicht. Also Fußball und Sportentwicklung zum Anfassen, zum Kennenlernen der Kieze und Vereine. Wer weiß denn heute noch, wo   Deutschlands ältester Fußballverein, der BFC Germania 88, gegründet wurde? Oder, wer im 19. Jahrhundert auf dem Tempelhofer Feld kickte, wo Sepp Herberger in seinen Berliner Jahren wohnte, Hertha und Union ihre Erfolge und Niederlagen erlebten, die Ost-West-Auseinandersetzungen den Sport teilten und was sonst noch wann und wo nicht nur die Fußballwelt bewegte? Die ‚Fußball Route‘ will Antworten bringen – und das Vorhaben geht jetzt in die Realisierungsphase

 

Vor 1900: Germania-Spielszene

Germania 88 vor 1900 (Foto: BFV)

 

 

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Die “Sportgeschichte” wird vernetzt und digitalisiert

Mittwoch, 27. November 2013

 

Mitgliederversammlung und DAGS-Symposium in Maulbronn.

Werner Philipp vom Grünauer Wassersportmuseum erhielt den DAGS-Ehrenpreis 2013.

Im Unesco-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn trafen sich am 24./25. Oktober 2013 mehr als 100 Sportwissenschaftler und Mitglieder der „Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS)“ zu ihrer Jahrestagung und zum 10. DAGS-Symposium. Das Tagungsthema „Sportgeschichte vernetzt“ stand im Mittelpunkt und wurde mit dem 20-jährigen Bestehen des in Maulbronn ansässigen „Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg“ verbunden.

 

 

 

 

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Der lange Weg zum ersten Sportverband der Hauptstadt

Freitag, 02. August 2013

 

Turner auf zum Streite: Der “Berliner Turnrath” – erster Sportverband der Hauptstadt.

Die Errichtung eines pädagogisch betreuten Abendteuerspielplatzes in der Berliner Hasenheide im Jahre 1811 – so würden wir den ersten Turnplatz Deutschlands heute nennen – hätte eigentlich die Geburtsstunde des Vereinssports in Berlin sein können. Leider war die Politik dagegen. Waren die turnerischen Übungen des Lehrers Friedrich Ludwig Jahn mit seinen Schülern von der Plamannschen Erziehungsanstalt zuerst im strengen Preußen willkommen, weil dadurch wehrhafte Soldaten 1813 in den Krieg ziehen konnten, so führte der spätere Massenbetrieb auf dem Turnplatz und der von Jahn mit der Turnkunst verbundene Wunsch nach Einigung der deutschen Stämme zum Verbot sowohl der Turnerschaften als auch der mit ihnen verbundenen aufmüpfigen Burschenschaften und zur Turnsperre von 1819 und 1826 zum Turnverbot.

Schauturnen 1912

Schauturnen des TV Jahn Neukölln auf dem Hertzbergplatz 1912

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Sport ist mehr: Die sozialen Aufgaben des Sports

Freitag, 02. August 2013

 

Das Sport ‘mehr ist als Körperertüchtigung’ ist, ist eine wissenschaftlich bewiesene und tausendfach beschriebene Binsenweisheit, ja eine Selbstverständlichkeit. Unsere Mediengesellschaft unterschlägt die kulturellen und insbesondere die sozialen Leistungen der Sportvereine nur zu gern und stellt die sportlichen Heroen ins Scheinwerferlicht. Sportvereine sind in erster Linie zum Sporttreiben da, was ja auch nicht falsch ist.  Der Verein als eine von Bürgern freiwillig und überwiegend ehrenamtlich betriebene ‘Sozialstation’ liegt für Außenstehende weitgehend im Dunkeln. Sozialstation? Da denkt man eher an das Rote Kreuz, die Kirchen und an Wohlfahrtsorganisationen, nicht an den benachbarten Turnverein, die Wassersportgemeinschaft oder den Fußballclub. Von den Mitgliedern der Sportvereine, und das sind in Deutschland Millionen, werden die sozial-kulturellen Leistungen ihrer Vereine dagegen ganz hoch eingeschätzt: Nach der “Finanz- und Strukturanalyse” des Deutschen Sportbundes ist z.B. die Bedeutung der sozialen Aufgaben der Sportvereine für sie in etwa gleich groß wie die des Wettkampfsports, also des Sporttreibens selbst. Deshalb also die Kampagnen des Deutschen Sportbundes wie z.B. „Sportvereine – für alle ein Gewinn“ und der Aussage ‚Das soziale Netz wird nicht nur die Politik geknüpft’.

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